Einer dieser Sonntage…..

….an denen wenig zusammenläuft, erlebte der BSC im Auswärtsspiel bei Südstern.

Angefangen mit einigen kurzfristigen Ausfällen und vielen angeschlagenen Spielern….

über den eigenen, fehlenden Zugriff die 90 Minuten hinweg…

bis hin zu einem Schiedsrichter, der 90 Minuten (und auch noch darüber hinaus) konsequent seine (einseitige) Linie durchzog, hatte dieser Sonntag alles, was man als BSC-ler nicht braucht.

Auf schwer bespielbarem Geläuf und der ersten “Rasen-Einheit” seit November, bot man Südstern zu Beginn direkt Halbchancen an. Nachdem ein scharfer Freistoß aus dem Halbfeld an den Pfosten klatschte, wachte man ab Minute 20 auf und gestaltete das Spiel fortan offen. Erste eigene Chancen waren die Folge, die Abschlüsse aber noch zu ungenau und ungefährlich.

In Minute 35 dann der erste Schlüsselmoment: Nach einer Südsternflanke landete der Ball beim BSC-Klärungsversuch im Unterleib des Außenbahnspielers, welcher verständlicherweise mit einem Schmerzschrei zu Boden ging.

Der Schiedsrichter unterbrach die Partie und zeigte zur Verwunderung aller auf den Punkt.

Wer von einem jungen Spieler bei dieser Tabellenkonstellation in einem Derby erwartet, den offensichtlich falschen Pfiff zuzugeben, ist Fußballromantiker. Stattdessen verwandelte er diesen Elfer selbst.

Kurze Zeit später der nächste Nackenschlag. Nach langer Südstern-Ecke wurde der Ball von der Grundlinie wieder in die Mitte gebracht. Dort köpfte Braun die Kugel in Richtung Tor und traf seinen auf der Torlinie stehenden Mitspieler an der Brust. Über diesen, deutlich im abseits stehenden Spieler, landete der Ball im Tor.

Nach der Halbzeitpause nahm der BSC sich einiges vor und erhöhte das Risiko. 2-3 Chancen in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff waren die Folge. Aber wie es eben an solchen Tagen läuft, sorgte ein fulminantes Eigentor aus 20 Metern für das Ende des kurzen Aufbäumens.

Kurze Zeit später erzählte Südstern ihr drittes irreguläres Tor nach deutlichem Stürmerfoul.

In der Folge wollte Südstern nicht mehr und der BSC war auf Schadensbegrenzung aus. Dies bedeutete am heutigen Tag auch, keinen Spieler zu verlieren. In den ersten 15 Minuten hatte der Schiedsrichter nämlich bereits beide IV und in den folgenden Minuten auch weitere Spieler auf Schlüsselpositionen nach teilweise Allerweltssituationen verwarnt. Taktische Fouls auf der Gegenseite blieben in Halbzeit 1 völlig ungeahndet.

Auch nach Schlusspfiff lies der Schiri nicht locker, holte sich von Fans und Spielern von Südstern Glückwünsche zur starken Leistung ab und wartete mit verschränkten Armen minutenlang neben dem BSC-Kreis darauf, dass vielleicht doch noch ein Kommentar in seine Richtung kommt. Zum Glück hielten sich alle an den selbst auferlegten Maulkorb, so dass in der kommenden Woche beim Heimspiel gegen aktuell stark aufgelegte Palmbacher zumindest kein Spieler gesperrt ist.

Zusammenfassend muss man aber auch ehrlich sagen, dass sich über die 90 Minuten das Gefühl einschlich, dass es auch mit einem neutralen Schiedsrichter schwierig gewesen wäre etwas zu holen. Es wirkte eben wie einer dieser Sonntage, an denen man gefühlt noch weitere Stunden hätte spielen können, ohne ein eigenes Tor zu erzielen. Südstern war besser, Südstern war bissiger und Südstern war glücklicher (mit allem was eben am heutigen Tag dazugehört hat).

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